Bernd Moenikes

Bernd Moenikes

talk_Bernd_Moenikes
 
www_Bernd_Moenikes

Plank­ton leitet sich ab von dem griechischem Wort planktos, das soviel bedeutet wie umher­irrend. Der Mensch im Plankton, mit­schwimmend, getrieben von der Masse, in völlig unüber­sichtlichen Zusammenhängen steckend, allein und doch ver­schlungen in und mit der Mas­se, das ist ein Grundanliegen des Künstlers.

Es ist notwen­dig eine persönliche oder so­ziale Konstruktion von Sinn­haftigkeit zu entwickeln, deren Deutungen wir in einer Ord­nung oder Struktur organisie­ren. Deshalb kann die Interpre­tation von Kunst nur ein mög­liches Angebot zum Verständ­nis sein, die Wahrheit, "wie sie wirklich ist", kann nicht ok­troviert werden, sondern muss vom Interpretierenden in sei­ner eigenen Welt reflektiert werden.
Bernd Moenikes interpretiert in seinen Werken das Verhalten von Menschen in dieser Welt. Seine ästhetische Sprache bleibt der Realität verbunden, arbeitet aber mit den Stilmit­teln des Torso und des Unvoll­endeten. 

Der Text stammt aus dem Begleitheft zur Ausstellung im Sozialinstitut Kommende Dortmund "Die Weltreligionen: Plakton und Kastenmenschen",
gekürzt und leicht überarbeitet (S.7+8)